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HISTORISCHES GEBÄUDE NR. 32
Burg Scharfenstein

Ansicht vom Ort
links die Kirche,
darunter das Pfarrhaus,
rechts unten Weingut Weil
(ehemaliges Wohnhaus Sutton)
 

Abb. 1 Ansicht von Süden

Die Burg Scharfenstein ist gelegen auf einem Bergsporn und gesichert durch zwei Halsgräben, in deren nördlichem der "Weinberg der Ehe" gepflanzt ist. Sie wurde  errichtet als Erzbischöflich Mainzische Grenzbefestigung des oberen Rheingaus von ca. 1160 bis ca. 1260.

Abb. 2 Ansicht von Süd-Ost Abb. 3  Ansicht von Nord

Sie war zeitweise Regierungssitz und ab 1191 Stammsitz weitverzweigter Familien: der Schwarzen und Grünen von Scharfenstein, derer mit den Steinen und der Cratz von Scharfenstein.

Maßgeblich beteiligt am Kirchenbau von Kiedrich und Wohltäter des Klosters Eberbach, stellten sie 2 Bischöfe und 6 Äbtissinnen sowie zahlreiche Geistliche, Diplomaten und Verwaltungsbeamte von Trier bis Böhmen, von Köln bis Speyer.

1718 starben sie im Mannesstamm aus; die letzte Gräfin Cratz von Scharfenstein wurde die Ahnfrau der Königin Luise von Preußen, damit des preußisch-deutschen Kaiserhauses und der Hohenzollernlinie von Schloß Reinhartshausen in Erbach.

Abb. 4 Ansicht vom Burgplateau Abb. 5 Burgruine vor 1958

Die Burg verfiel seit dem 16. Jahrhundert.

Im Jahr 1958 wurde der obere Teil erneuert, Decken wurden hergerichtet und eine Außentreppe
für den alten Zugang montiert.

Somit ist der Turm über enge Treppen wieder zugänglich.

Der Turm ist immer verschlossen. Eine Besteigung kann nur erfolgen, wenn man den Schlüssel im Rathaus gegen
Pfand holt und mithilfe einer Taschenlampe die engen Treppen besteigt.

Zur Zeit ist der Turm aus sicherheitstechnischen Gründen geschlossen.

INITATIVE: RETTET DEN SCHARFENSTEIN

Den Turm (Bergfried) führt die Gemeinde Kiedrich zusammen mit den Mainzer Rädern in ihrem Wappen.


Weiterführende Informationen unter Baugeschichten:
Abschnitt 1 Zeittafel / Chronik
Abschnitt 2 Bildergalerie
Abschnitt 3 Veranstaltungen auf dem Burgplateau
Eigentum: Gemeinde Kiedrich

Literatur: [57] ; [82] ; [62] ; [14] ; [43] ; [37] ; [47] ; [68] ; [80]

Text:  Josef Staab u. Bruno Kriesel

Fotos:  Werner Kremer ( 05/2004 )

Letzte Aktualisierung: Werner Kremer 10.03.2006

© : FÖRDERKREIS KIEDRICHER GESCHICHTS- UND KULTURZEUGEN e.V.   

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