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BURGRUINE SCHARFENSTEIN
BAUGESCHICHTE HISTORISCHES GEBÄUDE NR. 32
Bildergalerie |
Die BURG SCHARFENSTEIN war kein Herrschaftssitz oder Adelssitz, sondern die Burg von Burgmannen. Sie war die Schutzburg im "oberen" Rheingau zum Schutz des Handelswegs von Eltville über Hausen in das Limburger Becken und des Gräfenbergs. |
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Idealisierte Darstellung der Burg Scharfenstein aus der Vogelperspektive Zeichnerischer Rekonstruktionsversuch, basierend auf teilweise vorhandener bzw. nachweisbarer Bausubstanz und Vergleichen mit anderen Burgenbauten aus dieser Zeit (Gelb gezeichnete Flächen) |
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Druck dieser fiktiven Vogelperespektive-Zeichnung auf Bütten DIN A4 erhältlich. LINK: Veröffentlichungen Nr. 3
1 Bergfried mit Turmhelm und Wehrgang (Bergfried vorhanden, Turmhelm-, Wehrgangausführung ist fiktiv, wird aber durch alte Abbildungen gesstützt) 2 Palas (Grundmauern wurden gefunden, jedoch später bei Planierungsarbeiten abgetragen) 3 Torhaus (Vermutung: mit eventuell kleiner Kapelle) 4 Innentor (Torschwelle noch vorhanden) 5 Lage des Brunnens oder der Zisterne (es ist unklar, ob Brunnen oder Zisterne) 6 Schildmauer am Halsgraben (am Fuß des Halsgrabens noch zu erkennen) Vorburg mit Wehrturm rechts oben (Wehrturm- und Mauerfundament im massiven Fels ausgemeißelt)
Zugang zur Burg: sehr wahrscheinlich über den jetzt noch vorhandenen Weg (analog alter Flurkarten) |
Abb. 1 Burg Scharfenstein, Darstellung als idealisierte Zeichnung, (basierend auf Grabungserkenntnissen und dem Aufbau vergleichbarer Burganlagen, Aussehen um 1300-1400) |
| Fiktive Darstellung der Burg Scharfenstein in der Seitenansicht |
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Basis der fiktiven Darstellung ist eine Fotografie, d.h. die Dimensionen der Umgebung, der untere Teil der Burgmauer und der Turmhelm stimmen. Die Weinberge sind natürlich aus der heutigen Zeit.
Zu erkennen sind die mögliche Vorburg (rechts), die aber auch nur aus einem gemauerten Turm, flankiert von Wällen und Palisaden bestanden haben könnte, die hohe Schildmauer (Mitte rechts), die bis zum Grund des Halsgrabens ging, der Bergfried mit dem 1573 belegten Turmhelm und des Wehrgangs, weiter der mögliche Palas und der Wohnhäuser.
Eine Burg stand damals ohne Bewuchs vollständig frei. |
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Abb. 2 Burg Scharfenstein, Seitenansicht von Osten Darstellung als Fotomontage (Aussehen um 1300-1400) |
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| Abb. 3 Schematische Darstellung der Bodenformation und Höhen |
| Schnittzeichnung des Bergfrieds (Turm) Darstellung ohne Turmhelm und Wehrgang |
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Zeichnung übernommen und verändert von Wolfgang L. Roser. Original: F. Ludmer, S. 206
Höhe des Bergfrieds: 28 m Durchmesser: 9 m Umfang: 28,26 m, d.h. Umfang entspricht der Höhe
Stockwerke: III. OG: Höhe: 8 m, Durchmesser: 3 m (es besteht die Vermutung, dass eine Zwischendecke eingebaut war) II. OG: Höhe: 3,9 m, Durchmesser: 3,1 m I. OG: Höhe: 4 m, Viereck: 3,2 m Verließ: Höhe: , Durchmesser:
Treppen und Zugänge: Zugang: jetzt über eine Außentreppe in das 1. OG ursprünglicher Zugang ist der selbe, sicherlich mit einer Zugbrücke oder Leiter Verließ: über schrägen Schacht vom 1.O.G. nach unten (war nur Lichtschacht und nie Zugang. Der Zugang erfolgte über Leitern.) Ein Zugang wurde um 1900 von außen gebrochen, um 1950 wieder vermauert. Stockwerke:bis zur jetzigen Brüstung über innenliegende Treppenaufgänge, die alle zur Südseite, d.h. entgegen der Angriffsseite liegen.
Baumaterialien: Bruchsteine, offenbar von den beiden Halsgräben und dem Burgplateau |
| Abb.4 Bergfried, Schnitte der Stockwerke und des Bergfrieds |
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| Ein Eindruck der Landschaft von Süd-Ost |
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Wiesental mit dem Bassenheimer Hof und den Weinbergslagen Turmberg und Gräfenberg
Zu beachten ist, dass sich zwischen dem Gräfenberg und dem Bergsporn der Burg noch ein steiler Einschnitt befindet. (siehe Abb.6) |
| Abb. 5 Burgansicht vom Kiedrichtal mit dem Kiedricher Bach (vor ca. 1850)) |
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| Ein Eindruck der Burg Scharfenstein von der Dorfseite |
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Zu erkennen ist der steile Bergsporn von der Talstraße.
Auf dem Burgplateau ist ein Haus zu erkennen, außerdem die vollständige Weinbergsbepflanzung des Bergsporns. |
| Abb.6 Burg Scharfenstein, (Colorierter Stahlstich, Ansicht um 1850) | Ein aktuelles Foto
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| Abb. 7 Burg Scharfenstein (vergl. Abb.6 Stich) rechts unten der Bassenheimer Hof |
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| Besondere Lichtverhältnisse |
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| Abb. 8 Burg Scharfenstein, Schnee im November |
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Literatur: [ 82 ],
Fotos und Darstellungen: Abb. 1, 2, 3, Oskar Wiffler (10/2005) Abb. 4, Scan mit Veränderungen aus W.L.Roser, Werner Kremer Abb. 5, Scan Stich, Chorstift Kiedrich, Werner Kremer Abb. 6, Scan Stich, Privat, Werner Kremer Stahlstich von Klimsch. Sammlung Josef Staab Abb. 7, 8, Foto, Werner Kremer (02/2006 und 11/2005)
Text: Werner Kremer und Oskar Wiffler
Letzte Aktualisierung: Werner Kremer 10.03.2006
© : FÖRDERKREIS KIEDRICHER GESCHICHTS- UND KULTURZEUGEN e.V.
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