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 ZEITTAFEL BIS 1900               ZEITTAFEL AB 1900           

Die Zeittafel wird ständig ergänzt und verbessert


Letzte Aktualisierung: 30.07.2012  W. Kremer

Die blau geschriebenen Texte sind Zeitereignisse im Umfeld von Kiedrich

ZEIT

EREIGNIS

INFORMATIONEN

3. Jh. n. Chr. römische Siedlungsspuren Fundamente einer römischen Villa zwischen Kiedrich und Eltville
Dolchfund, Karst. etc. Münzen lt. Zaun südlich vom Ort (Einfahrt Weil)
9. bis 10. Jh. karolingische (?) Kirche (romanischer Bau) Dionysius-Kirche Fundamente beim Heizungsbau (1960) unter der jetzigen Kirche eindeutig gefunden
779 und 817 Weinbau im Rheingau 779 Ersterwähnung Rheingauer Weinbau in Walluf
817 Ersterwähnung des Weinbaus in Johannisberg
937 bis 954 erste urkundliche Erwähnung im Erzbistum Mainz Urkunde 1069 von Erzbischof Friedrich (937 - 954)
1131 erste Erwähnung des Weinbaus in Kiedrich Gräfenberg (Weinbergslage abgeleitet von Rheingrafen)
ca 1160 Baubeginn der Burg Scharfenstein Dentrochonologische Untersuchungen eines Balkens über dem Verlies (H. Roser),
Zaun nennt das Jahr 1160, ein Domherr von Mainz trägt 1191 den Namen Scharfenstein
12. - 13. Jh. Anlage des Rheingauer Gebücks
1244 selbstständige Gemeinde, erster Schultheiß Eberhard
siehe Literatur [48] und [105]
1277 selbstständige Pfarrei erster Pfarrer Herdegen
siehe Literatur [105]
1312 Bau der Eberbacher Kapelle Stiftung im Güterverzeichnis;  siehe Sauer Nr. 1483
1333 Ersterwähnung der Choraltradition Mord innerhalb der Familie Scharfenstein, Urkunde der Sühnung fordert Kapellenbau, nennt den Marienaltar und Chorgesang (17.09.1333)
14. Jh. Beginn der Valentinus-Wallfahrt Reliquienschenkung vor dem 1. Drittel 14 Jh. von Kloster Eberbach an die Pfarrei Kiedrich
Ende 14. Jh. Hausbuch der Familie Battenberg (geb. 1360 Henne)
Mitte 15. Jh. Beginn des Schulunterichts
1330 Baubeginn des ersten gotischen Kirchenbaus Urkunde Marienaltar der Vorgängerkirche
LINK: Historische Zeugen > Kath. Kirche > Abschnitt 2
1393 Ersterwähnung des alten Rathauses in der Gründungsurkunde des Elisabethenaltars
15. Jh. Bau des Hofes Horneck, später Umbau im 18. Jh.
Bau des Kiedricher Bollwerks im Gebück (Dorfeingang Hausen v. H.)
1444/45 Vollendung der St. Michaelskapelle (Baubeginn 1434) Urkunde des Umsetzens des St. Michaels-Altars aus dem Turm der St. Valentinuskirche in die St. Michaelskapelle im Dezember 1444
1454 Rudolf von Rüdesheim Reliquienschenkung, Aufblühen der Wallfahrt zum Hl. Valentin
1490 päpstliche Bestätigung der St. Valentinus-Wallfahrt Urkunde von Papst Innozenz VIII. ist erhalten
1493 Vollendung des Baus der St. Valentinuskirche Urkunde auf dem Baumeisterschlussstein der Nord-Empore
LINK: Historische Zeugen > Kath. Kirche > Abschnitt 3
1494 Bau der Mapper Schanze (heute Ruine in der Nähe des Mapperhofs)
Datiert an der Schießscharte
nach 1500 Bau der gotischen Orgel siehe Literatur [19]
1510 Fertigung des Kiedricher Laien-(Volks)gestühls in der St. Valentinuskirche sehr seltenes komplett erhaltenes Gestühl von Erhart Falckener
1525 ca. 900 Einwohner in Kiedrich Verzeichnisse aus Rheingauer Akten
1541

Errichtung des Marktbrunnens durch Baumeister Moritz LECHLER
Auftraggeber: Kurfürst Albrecht von Brandenburg und Erzbischof von Mainz
LINK: Albrecht von Brandenburg

Jahreszahl und Steinmetzzeichen auf dem Brunnenarchitrav
LINK: Historische Gebäude > Baugeschichten > zu Geb. 33 Marktbrunnen
siehe Literatur: [8]
1585/86 Bau des jetzigen (2.) Rathauses Jahreszahl mit Gemeindewappen und Wappen des Mainzer Erzbischofs Wolfgang von Dalberg an der Außenfassade des Rathauses.
Urkunde von 1585 zum Bauplatzverkauf ist vorhanden, die Vorgängergebäude Pilgerhospital und Küsterwohnung wurden für den Neubau teilweise abgebrochen.
1604 Pest
Errichtung der Pestkapelle
Zahl der Toten ist nicht genau bekannt.
Datum der Errichtung am 13. Aug. 1604 auf Gedenkstein in der Kapelle erhalten
1632-35 Pest siehe Literatur: [62]
1661 Neubau des Bassenheimer Hofs (Vorgängerbau mittelalterlich, Wappentafel am Gebäude
1666 Pest Pest weit über den Rheingau hinaus ausgebreitet
1668 302 Einwohner in Kiedrich siehe Literatur: [82]
18. Jh. Neubau des Kötherhofs Vorgänger 1461
Neubau des Langenhofs Vorgänger um 1359
Neubau des Fürstenberger Hofs Vorgänger 15. Jh. und 1582
Neubau der Schule auf dem Kirchhof
(Süd-Ost-Seite)
Bau auf mittelalterlichem Keller
1712 nach Brand im Kirchturm erhielt dieser einen barocken Helm siehe Literatur: Zaun [62]
1717 Neubau des Metternicher Hofs Vorgänger mittelalterlich, Datum auf Wappenstein, früher über dem Torbogen
(siehe Kiedrich in alten Ansichten)
um 1730   Baubeginn des Schwalbacher Hofs durch Anselm Franz von Ritter, anstelle von drei mittelalterlichen Hofreiten
1738 978 Einwohner in Kiedrich
1787 Gesangsbuchstreit im Rheingau 
1803 Reichsdeputationshauptschluss, Neuordnung Europas durch Napoleon Bonaparte, der Rhein wird Grenze zwischen Frankreich und Deutschland Auflösung des Kurfürstenums Mainz, zu dem das Rheingau gehört; das Rheingau wird nun dem Fürsten von Nassau-Usingen, später Herzog von Nassau, zugeteilt, der damit der neue Landesherr des Rheingaus war.
1840 1375 Einwohner in Kiedrich
1842 Einrichtung des Friedhofes an der Eltviller Straße veranlasst durch ein allgemeines Verbot der nassauischen Landesregierung Friedhöfe in Ortsmitte zu haben, z. B. wegen Vergiftungsgefahr der Brunnen
1857 Gründung des Gesangvereins Cäcilia 1933 aufgegangen in der Sängervereinigung
1857 - 1873  Sir John Suttons Wirken in Kiedrich siehe Literatur:  [62] und [105]
1865 Stiftung von Chorstift und Chorschule durch Sir Sutton Rettung des gregorianischen Chorals in Kiedrich
1866 Nach dem deutsch-deutschen Krieg wird das Herzogtum Nassau aufgelöst und geht in dem Königreich Preußen auf Das Rheingau und damit Kiedrich gehören nun zum Königreich Preußen
1869 Wirken der „Dernbacher Schwestern“ (bis 1961) in Kindergärten, Nähschule, ambulante Krankenpflege im St. Valentinushaus
1870/71   Deutsch-Französischer Krieg 
Proklamation des preußischen Königs Wilhelm zum deutschen Kaiser Wilhelm I. in Schloß Versaille
 
4 Gefallene aus Kiedrich,
40 Kriegsteilnehmer
Gründung des Kriegervereins durch Daniel Müller, Weihermühle Kiedrich
Bau des Denkmals auf dem Marktplatz  heute als Torso auf dem alten Friedhof
LINK: Kriegerdenkmal
1872 Baubeginn des neugotischen Kirchturmhelms siehe Zaun, Sutton hat diesen Turm in Auftrag gegeben und bezahlt, starb jedoch vor der Fertigstellung, Zimmerleute nicht bekannt
siehe Literatur: [105]
Bau der Kapelle am Klosterweg Schenkung durch Valentin und Elisabeth Schmitt
1877 Bau der Kreuzwegstationen
(nach und nach, Mitte April 1877, Anfang Mai 1879 und Anfang August 1880)
Durch eine Stiftung Suttons (13 Stationen) und der Fürstin zu Löwenstein (1 Station) nach Wiederherstellung der Kirchhofsmauer. Reliefplatten des Kreuzwegs durch den Künstler H.H. Cypers und Stolzenberg, Roermond 1879 aus weißem französischem Sandstein. 
Kreuzwegstation 5: Bismarck hält die Lanzenspitze gegen Jesus und der damalige Kultusminister Falk schaut aus dem Fenster. Die Darsstellung erfolgte in Anspielung auf den Kulturkampf zwischen Reichskanzler Bismarck und der katholischen Kirche.
1884 Bau des St. Valentinushauses (heute Scivias GmbH) Baugeschichte (Zeittafel)

ZEITTAFEL AB 1900