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Ehrungen

1. Ehrenmitglieder

sind seit 23.03.2001:

Hans Becker,  Regierungs Direktor
(* 02.01.1921;  30.09.2001)

Kiedrich

Gründungsmitglied des Förderkreises 1990
Stellv. Vorsitzender u. Schatzmeister von 23.04.1990 bis 11.03.1994
Beiratsmitglied von 11.03.1994 bis 02.03.1998.
Grenzstein - Beauftragter für die Gemeinde Kiedrich seit 1982 bis 1998,
davon Grenzstein-Beauftragter im Förderkreis von 23.04.1990 bis 02.03.1998.

Ehrenmitglied seit 23.03.2001



 
Josef Staab, Dr. h.c.,  Domänerat a. D.
(* 28.12.1919; 14.01.2009)

Geisenheim-Johannisberg

Gründungsmitglied des Förderkreises 1990.
Beiratsmitglied und historischer Berater seit 23.04.1990.
Ehrenbürger der Gemeinde Kiedrich seit 1978:   

Ehrenmitglied seit 23.03.2001

Ehrenbeirat im Förderkreis seit 17.03.2008 (Beschluss der
Mitgliederversammlung)

 

9.12.2007 Ehrung für besondere Leistung innerhalb des Kiedricher Vereinslebens.

Verleihung an Bruno Kriesel, Vorsitzender des Förderkreises Kiedricher Geschichts- und Kulturzeugen e.V. in Anerkennung seiner Leistungen zur Gründung am 23.04.1990 und Aufbau des Förderkreises, dessen Vorsitzender er seit 17 Jahren ist. Neben den bekannten Tätigkeiten  wurde er noch geehrt als langjähriger Kirchenführer in der Kiedricher Pfarrkirche und seinem Einsatz für die Erhaltung des Kiedricher Choralgesanges vor allem durch den Neudruck des Graduale 1961. Sein fundiertes Wissen der Ortsgeschichte und des Chorgesanges sind für die Zivilgemeinde und Katholische Kirchengemeinde von großer Bedeutung.

Die Ehrung besteht aus einer Urkunde, einem Glasbild „Wappen Kiedrich“ und einem Ansteckpin „Kiedrich im Rheingau“ mit der Ortssilhouette.



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NACHRUF  DER  RHEINGAUER  GESCHICHTSVEREINE        

Text: Dr. Manfred Laufs, Geisenheim
Erstveröffentlichung in dieser Homepage mit Genehmigung von Dr. Laufs

 

Dr. h. c. JOSEF STAAB
Domänenrat a. D.
* 28.12.1919     † 14.01.2009

Ein außergewöhnlicher Heimatforscher und Weinfachmann ist von uns gegangen.
Die unterzeichneten Rheingauer Geschichts- und Kulturvereinigungen haben ihm viel zu verdanken.

Die Liste der Veröffentlichungen von Josef Staab umfasst über hundert Titel an mustergültigen Aufsätzen, Büchern und Bildbänden über die Geschichte und Weinkultur (besonders) des Rheingaus, eine Zahl, die manchem Hochschullehrer zur Ehre gereichen würde.

Fundament dieser bedeutenden Leistung war eine klassische humanistische Bildung mit Latein, Griechisch und Philosophie, ergänzt durch ein viersemestriges Theologiestudium sowie eine durch Fleiß und Ausdauer erworbene paläographische Lesefertigkeit. Beseelt von einem ausgeprägten Forschungsdrang ist ihm das Hauptstaatsarchiv Wiesbaden zeitweise zur zweiten Heimat geworden, wo er sich mit großem Erfolg an die Erschließung von Quellentexten heranwagte, um die andere einen weiten Bogen machen. Das Forscherglück ist ihm besonders hold gewesen, als er die erste urkundliche Erwähnung der Rebsorte Riesling mit dem Anbauort Rüsselsheim entdeckte (1435), und im Staatsarchiv Marburg eines Tages den Nachweis für die Entdeckung und die richtige Datierung der Spätlese (1775) fand.

Für seine wissenschaftliche Gesamtleistung ist Josef Staab 1987 der Ehrendoktortitel verliehen worden. Aus diesem Anlass sprach der Dekan des Fachbereichs Geowissenschaften der Universität Mainz von einem in mehrfacher Hinsicht „außergewöhnlichen und seltenen Ereignis“, zum einen insofern der Fachbereich in 15 Jahren nur zweimal eine Ehrenpromotion vorgenommen habe, und zum anderen  kommt es recht selten vor, dass die Arbeit eines Heimatforschers durch eine so hohe Auszeichnung gewürdigt wird. Dr. h. c. Josef Staab hat damit ganz nebenbei auch das Ansehen der Heimatforschung überhaupt gefördert.

Darüber hinaus hat er als Ideengeber, Anreger und Gründer bei der praktischen Umsetzung seiner Erkenntnisse tatkräftig mitgewirkt. So ist er bei den meisten der unterzeichneten Vereine maßgebliches Gründungsmitglied gewesen:

1956 bei den „Heimatforschern“ (’92-’99 Vorsitzender)

1971 bei dem „Rheingauer Weinkonvent“(’81-’90 Kapitelältester)

1983 beim „Freundeskreis Kloster Eberbach“ 

1990 dem „Förderkreis Kiedricher Geschichts- und Kulturzeugen“ (’90-’09 Mitglied des Beirats und historischer Berater).

Zusammen mit Prof. Dr. Paul Claus hat er
1992 das RHEIN-GAU FORUM, unsere „Zeitschrift für Wein, Geschichte, Kultur“, aus der Taufe gehoben und bis 2005 mit Prof. Claus geleitet.

Neben der Heimatforschung war der Wein seine zweite große Leidenschaft. Zusätzlich zu seinen beruflichen Verdiensten hat er durch sein Engagement im Rheingauer Weinkonvent wesentlich dazu beigetragen, das Wissen um den Rheingauer Wein zu mehren und eine niveauvolle Weinkultur zu pflegen. Es zählt mit zu seinen Verdiensten, dass der Rheingauer Weinkonvent bis heute eine der größten Vereinigungen von Weinfreunden und Winzern in Deutschland ist.

Die Eltviller Gästeführer betrauern besonders den Verlust eines lieben Freundes, der Jahrzehnte lang an der Ausbildung neuer Gästeführer mitgewirkt und immer durch seine profunden Kenntnisse der Rheingauer Kunst und Geschichte beeindruckte.

So wünschen wir uns, dass sein wissenschaftliches Ethos und seine vorbildliche Tatkraft in unseren Vereinigungen weiterlebe und uns zur Nachahmung ansporne.

In Dankbarkeit

FÖRDERKREIS KIEDRICHER GESCHICHTS- UND KULTURZEUGEN e.V.

FREUNDESKREIS KLOSTER EBERBACH e.V.

GESELLSCHAFT ZUR FÖRDERUNG DER RHEINGAUER HEIMATFORSCHUNG e.V.

RHEINGAUER WEINKONVENT e.V.

VEREIN DER ELTVILLER GÄSTEFÜHRER e.V.

 

2. Auszeichnungen

03.12.2007 Kulturplakette 2007 der Gemeinde Kiedrich

Verleihung an den Förderkreis Kiedricher Geschichts- und Kulturzeugen e.V.
in Anerkennung besonderer Leistungen um das Gemeinwohl, sowie in Würdigung um Erhalt, Pflege, Bewahrung und Verbreitung traditionellen Kulturgutes.

Die höchste Auszeichnung der Gemeinde Kiedrich besteht aus der Urkunde und der Medaille. 

 

Laudatio von Herrn Bürgermeister Winfried Steinmacher anlässlich der Verleihung der Kulturplakette den Förderkreis Kiedricher Geschichts- und Kulturzeugen e.V. am 03.12.2007 im Feuerwehrgerätehaus.

Auszug der Laudatio:

Gerne nenne  ich Ihnen einige der Tätigkeiten des Förderkreises:
Als erste Aufgabe widmete sich der Förderkreis der Restaurierung und Wiederaufstellung des historischen Marktbrunnens von 1541 mit den Wappen von Kiedrich und von Kardinal Albrecht von Brandenburg, Kurfürst zu Mainz an der Kirchhofmauer der bereits im Jahre 1994 aufgestellt wurde.
Der 1. Bauabschnitt war noch ohne Brunnentrog und Wasseranschluss.
Anlässlich des Jubiläums „500 Jahre Vollendung der Pfarrkirche St. Valentin“ erfolgte eine Ausstellung in der St. Michaelskapelle mit wertvollen Gegenständen und Paramenten aus dem Besitz der Pfarrei. In diesem Zusammenhang wurde aufgrund der Idee des Förderkreises mit Hilfe verschiedener Spenden drei Sitzbänke innerhalb des Kirchhofes aufgestellt.
Am 03.09.1994 erfolgte durch den Förderkreis die Ausrichtung der Feierlichkeiten zum 750- jährigen Jubiläum der Selbstständigkeit der Gemeinde Kiedrich unter Beteiligung der Kiedricher Vereine und Körperschaften auf dem historischen Marktplatz. Hierzu erfolgte die Herausgabe der Festschrift/Broschüre „Kiedrich im Rheingau, 1244 – 1994, Zeugen aus 750 Jahren Selbständigkeit“.
Der 26.06.1998 war ein besonderer Tag in der bisherigen Vereinsgeschichte:
An diesem Tag erfolgte die Fertigstellung und Inbetriebnahme des historischen Marktbrunnens von 1541 mit Originalbrunnentrog nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten durch den Kiedricher Bildhauer, Herrn Robert Frank Schmidt. Der Marktbrunnen erhielt einen Anschluss an das Wasserleitungsnetz der Gemeinde und wurde anlässlich der Eröffnungsfeier des 25. Kiedricher Rieslingfestes in Betrieb genommen. Aus diesem Anlass wurde eine Gedenkmünze in Silber und Gold geprägt mit der Inschrift auf der Vorderseite „Kiedricher Marktbrunnen von 1542 – Wiedererrichtet 1998“ und auf der Rückseite „25 Jahre Kiedricher Rieslingfest 1998“.
Hier trafen sich erstmals alle seit 1958 amtierenden Kiedricher Weinköniginnen, die alle zur Erinnerung eine silberne Gedenkmünze vom Förderkreis erhielten. In dieser Feierstunde wurde der fertig gestellte Marktbrunnen offiziell in die Obhut und Verantwortung der Gemeinde Kiedrich übergeben. Die Gesamtkosten betrugen 93.144,37 DM.
Hier hat der Förderkreis großartiges geleistet.
Ebenfalls im Jahre 1998 begann der Förderkreis mit der Erstellung von 32 Geschichtstafeln der Kiedricher Adelshöfe, Weingüter, Mühlen, des Rathauses, der Kirche, der Kapellen und sonstigen historischen Gebäuden.
Die Texte stammen von Herrn Dr. Josef Staab. Die Gesamtkosten beliefen sich 14.862,41 DM.

Am 28.08.2003 erfolgte die Buchpräsentation Kiedrich im Rheingau – Das Gotische Weindorf Geschichte – Kunst – Kultur / Von A bis Z von Dr. Josef Staab, Bruno Kriesel und Rudolf Fenzl.
Das Nachschlagewerk erfreut sich großer Beliebtheit.

Die Internetpräsentation  der Homepage des Förderkreises
www.kiedrich-geschichte.de erfolgte durch Herrn Werner Kremer, Rudolf Fenzl und Herrn Jürgen Haas.
Die vielen Benutzer dieser Homepage verdeutlichen wie wichtig die Einrichtung einer eigenen Homepage war.  Dies wird durch die sehr hohe Zugriffszahl verdeutlicht.Derzeit befinden sich auf dieser Homepage unter anderem 104 Literaturhinweise. Gepflegt wird diese Homepage durch Herrn Rudolf Fenzl und Herrn Werner Kremer mit Unterstützung von Herrn Jürgen Haas.

In Deutschland wurde der Tag des offenen Denkmals erstmals 1993 bundesweit gefeiert. Dieser Tag wird in Kiedrich von Beginn an vom Förderkreis organisiert und ausgeführt.
Seien es die Ausstellungen bzw. Führungen in unserer Pfarrkirche, im Chorstift, in der St. Michaelskapelle, insbesondere beim 550-jährigen Bestehen der Michaelskapelle, oder die Geschichtswanderung mit Dr. Staab und die Rekonstruktionszeichnung mit der Veranstaltung auf der Burg Scharfenstein.  Anlässlich dieser Veranstaltungen haben Sie viele neue Freunde für unsere Gemeinde gefunden und aktiviert.
Sie haben Ihre und unsere Heimat mit den vielen Kulturdenkmälern und Kulturschätzen zugänglich gemacht.

Erwähnen muss man ebenfalls die vielen Veranstaltungen des Förderkreises
Diavorträge, Fachvorträge, Führungen, jährliche Grenzsteinbegehung durch den Grenzsteinbeauftragten, Herrn Werner Kremer, Erfassung, Neuerstellung und Restaurierung von zerstörten Wegkreuzen, die vielen Ausstellungen,
Veröffentlichungen und Broschüren.
Alles hier aufzuzählen würde den Rahmen sprengen.
Auch in diesem Jahr organisierte der Förderkreis wieder zwei hochinteressante  Vorträge:
In der Jahreshauptversammlung den Vortrag von Herrn Michael Fenzl, Dipl. Geologe, über das Thema „120 Jahre Kiedricher Virchowquelle und 110 Jahre Kiedricher Wasserleitung mit eigener Wasserversorgung“  und
am 28.10.2007 den Vortrag von Frau Irene Hirschmann über das Thema Vertrieben – geflohen – angekommen, Kiedrich – eine neue Heimat seit 60 Jahren. Berichtet wurde über die Geschichte, die Vertreibung, die Flucht und die Ankunft im Rheingau.
Dies dokumentiert, dass die Mitglieder des Förderkreises in all den Jahren des Bestehens dieses Vereins immer wieder historische, aktuelle und interessante Themen einem breiten Publikum zugänglich machten und machen.

Zur Zeit erarbeitet der Förderkreis das Buch “Kiedricher Persönlichkeiten aus sieben Jahrhunderten“, - wie sie lebten, - wie sie wirkten,  das im nächsten Jahr fertig gestellt wird.
Ich möchte heute an dieser Feierstunde meinen Respekt und meine Anerkennung für Alle, die zum Gelingen dieses einmaligen Werkes beitragen, zum Ausdruck bringen.
Es ist kaum vorstellbar, wie viel ehrenamtliche Zeit hierfür erforderlich ist und wir können stolz darauf sein, dass wir solche Bürgerinnen und Bürger unter uns haben.
Verehrte Mitglieder des Förderkreises,
auf Schritt und Tritt kann man in Kiedrich Zeugen Ihrer Tätigkeiten entdecken und wir ehren heute mit dem Förderkreis einen Verein und seine Mitglieder,  der bzw.  diese Ehrung bzw. Verleihung mehr als verdient hat.
Das Ehrenamt braucht Vorbilder und lebendige Beispiele, in der heutigen Zeit mehr denn je.
Ich bestätige Ihnen gerne, dass der Förderkreis Kiedricher Geschichts- und Kulturzeugen ein überzeugendes Vorbild unseres Gemeinschaftswesen in Kiedrich ist.
 
Die Leistungen des Förderkreises für unsere Heimatgemeinde und die vielen auswärtigen Besucher werden heute durch die Verleihung der Kulturplakette der Gemeinde Kiedrich gewürdigt.
Eines erscheint mir noch wichtig: Die Kulturplakette ist und soll keine Ehrung für ein abgeschlossenes Wirken sein.
Wir verbinden mit der Verleihung die Hoffnung, dass der Förderkreis auch weiterhin freudig und effektvoll am  Kiedricher Gemeinschaftswesen teilnimmt.
Aus diesem Grund sage ich Ihnen auch weiterhin die uneingeschränkte Unterstützung der Gemeinde zu. Dies war auch der Grund, dass die Gemeinde dem Förderverein den Abstellraum hinter dem Rathaus, der von Herrn Wolfgang Weber fürsorglich betreut wird, zur Verfügung gestellt hat.
Mein persönlicher Wunsch wäre  es und ich spreche hierbei nicht von einem Traum: Wenn es uns gelingt in den nächsten Jahren den Neubau der Alten Schule mit neuem Verwaltungssitz und Seniorenwohnungen zu bewerkstelligen, dann sollte der Förderkreis in unserem historischen Rathaus Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt bekommen, um den vielen Besuchern die vielen Zeitzeugen auch zugänglich zu machen. Ich glaube, dies würde unserer kulturreichen und traditionsreichen Gemeinde gerecht werden.

Verehrte Mitglieder des Vorstandes und des Beirates,
ich freue mich darüber, Ihnen heute die Kulturplakette der Gemeinde Kiedrich des Jahres 2007 überreichen zu dürfen.

Steinmacher
Bürgermeister

 

 

Medaille Vorderseite 

KUNST UND KULTUR schaffen und pflegen

Medaille Rückseite

 



 

 

 

19.12.2007 Ehrung für besondere Leistung innerhalb des Kiedricher Vereinslebens.

Verleihung an Bruno Kriesel, Vorsitzender des Förderkreises Kiedricher Geschichts- und Kulturzeugen e.V. in Anerkennung seiner Leistungen zur Gründung am 23.04.1990 und Aufbau des Förderkreises, dessen Vorsitzender er seit 17 Jahren ist. Neben den bekannten Tätigkeiten  wurde er noch geehrt als langjähriger Kirchenführer in der Kiedricher Pfarrkirche und seinem Einsatz für die Erhaltung des Kiedricher Choralgesanges vor allem durch den Neudruck des Graduale 1961. Sein fundiertes Wissen der Ortsgeschichte und des Chorgesanges sind für die Zivilgemeinde und Katholische Kirchengemeinde von großer Bedeutung.

Die Ehrung besteht aus einer Urkunde, einem Glasbild „Wappen Kiedrich“ und einem Ansteckpin „Kiedrich im Rheingau“ mit der Ortssilhouette.





 

 

 

Letzte Aktualisierung: Werner Kremer 13.03.2009

 

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